Wie ist Vitamin K?

Was ist das Vitamin K?

Vitamin K ist eigentlich der Name für eine Gruppe von verwandten Substanzen mit einer ähnlichen Molekularstruktur.

Vitamin K wurde 1920 entdeckt als eine fettlösliche Verbindung, welche für die Koagulation ("K" für Koagulation) von Blut wichtig ist. Vitamin K1 findet man in Pflanzen und Vitamin K2 in Tieren und Bakterien, unter anderem auch den probiotischen Bakterien des Darmtrakts. Der Körper kann ungefähr einen Monatsbedarf speichern. Antibiotika haben einen negativen Effekt auf die Darmbakterien und somit auch auf die Versorgung mit Vitamin K2. Das verschreibungspflichtige Blutverdünnungsmittel Warfarin hat eine Wirkung auf die Funktion von Vitamin K durch eine Verhinderung wichtiger Enzyme, welche für die Produktion von Koagulationsfaktoren zuständig sind. Ohne dies Koagulationsfaktoren kann das Blut nicht mehr gerinnen.

Wie dieses Vitamin bei der Blutgerinnung mithilft entzog sich der Wissenschaft bis 1974. Dazuamls konnte dann der Bedarf an Vitamin K bei der Bildung von einer Reihe von Proteinen im Körper nachgewiesen wurden (bekannt als Gamma-Carboxy Glutaminsäure Protein - GCGA). Diese Proteine sind sobald sie an Kalzium gebunden sind wichtig für die Blutgerinnung. Wie auch andere kritische Prozesse, durch die der Kalziumhaushalt reguliert wird. Dies hat Auswirkungen auf die Knochen, den Proteingehalt im Blut, Gelenkknorpel und vor allem auf den Kalziumgehalt im Kreislauf. Es scheint, dass die Carboxylgruppe das Kalzium bindet, damit es im Organismus an den richtigen Platz transportiert werden kann.

Was sind GCGA Proteine?
Vitamin K wirkt als Kofaktor bei der Carboxylierung der Glutaminsäure (eine Aminosäure) mittels eines Enzyms. Dadurch wird eine modifizierte Form der Aminosäure hegestellt, welche in einer Reihe von kritischen Plasmaproteinen verwendet wird. Ohne diesen Schritt würden diese Plasmaproteine ihrer wichtigen Rolle in der Regulierung der Kalziumkonzentration im Gewebe nicht gerecht.

Es gibt mehrere verschiedene Arten von GCGA Proteinen: Osteocalcin (OC), welches das häufigste GCGA Protein im menschlichen Körper ist und in den Knochen hergestellt wird; das GCGA Protein, welches die Blutgerinnungsfaktoren beinhaltet wird in der Leber produziert; das Matrix-GCGA-Protein wird in den Knorpeln und in den Wänden der Arterien hergestellt.

Sobald zuwenig Vitamin K im Körper vorhanden ist werden die Proteine ohne die GCGA-Komponenten gebildet und sind inaktiv für die entsprechenden Funktionen. In vier verschiedenen Gewebearten haben diese Proteine eine wichtige Aufgabe: Leber, Knochen, Knorpel und Arterienwände.

Diese vier Gewebearten sind in der Lage, Vitamin K aus dem Blut zu entnehmen. Der grösste Teil wird allerdings von der Leber benötigt. Sehr wichtige Untersuchungen zeigten letzthin, dass Vitamin K2, und nicht K1, verantwortlich ist für die Verhinderung der durch Warfarin verursachten Arterienverkalkung. Das ist wichtig für diejenigen, welche Warfarin nehmen müssen und hat auch Auswirkungen auf die Mehrheit von uns, welche nicht weiss, dass wir zuwenig von diesem lebenswichtigen Stoff zu uns nehmen.

Weil die Leber soviel Vitamin K benötigt bleibt für den Rest oft zuwenig übrig. Das führt dazu, dass die Kalkablerungen in den Blutgefässen zunehmen und gleichzeitig die Knochen an Kalzium und dadurch an Festigkeit verlieren. Dehalb ist die Entdeckung der Bedeutung von Vitamin K2 für die Regulation des Kalziumhaushalts so wichtig für die Mehrheit der Menschen.

Die heutzutage offiziell empfohlene Tagesdosis basiert einzig auf dem Bedarf der Leber. Es wurde nachgewiesen, dass die Enzyme, welche keine GCGA erhalten aufgrund eines Mangels an Vitamin K, ihre Aufgabe, das Kalzium zu transportieren und dorthin zu bringen, wo es gebraucht wird, nicht mehr erfüllen können. Es wurde entdeckt, dass die Mehrheit der erwachsenen Bevölkerung unter einem subklinischen Mangel an Vitamin K leidet. Der Mangel ist zwar subklinisch in Bezug auf die offensichtlichen Symptome, aber durchaus gefährlich. Die ersten Symptome können Osteoporose sein oder eine akute Herz-/Kreislauferkrankung..

Bei einer Vitamin K Studie konnte sowohl eine Verbesserung der Knochendichte wie auch eine höhere Flexibilität der Arterien festgestellt werden. Anndere Studien zeigten, dass Vitamin K eine der besten Schutzmassnahmen gegen Arterienverkalkung und gegen Osteoporose darstellt.

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